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Mein Firefox-Browser

Meine Firefox-Konfiguration mit Erweiterungen und anderen Anpassungen, die den Umgang mit dem Programm vereinfachen.

Kategorie: Artikel, Software – Freitag, 11. Mai 2007, 21:55 – Zuletzt aktualisiert am 15. November 2009

Der Firefox-Browser zeichnet sich u.a. durch seine hervorragende Anpassbarkeit aus. Man hat die Gelegenheit, praktisch jedes Element der Benutzeroberfläche und in großem Umfang auch des darunterliegenden Verhaltens mit einfachen Mitteln zu beeinflussen. Am beeindruckendsten ist dabei wohl die Möglichkeit, die Programmoberfläche mit CSS-Formatvorlagen, die zur Formatierung von Webseiten weite Verbreitung erlangt haben, umzugestalten. Diese Veränderungen umfassen das Ausblenden ungenutzter Funktionen oder eine farbliche und grafische Veränderung einzelner Steuerelemente. Durch Erweiterungen (Add-Ons), die aus überschaubaren Mengen an XML- und JavaScript-Code bestehen, lassen sich noch viel tiefgreifendere Änderungen realisieren.

Das Angebot an fertigen Firefox-Erweiterungen ist mittlerweise sehr groß, für nahezu jeden Zweck hat bereits jemand eine Lösung entwickelt. Ein paar dieser Erweiterungen sind eine echte Bereicherung für den Browser und stellen Funktionen zur Verfügung, die auch in anderen Browsern seit einiger Zeit verfügbar sind. Manche Erweiterungen nehmen nur geringe Änderungen vor, gestalten dadurch aber den Umgang mit dem Programm gleich angenehmer.

Ich verwende den Firefox-Browser bereits seit den Zeiten, als er noch Phoenix 0.5 hieß (im Jahr 2002), und habe seitdem so einiges an Erweiterungen ausprobiert. Da waren Themes dabei, die dem Browser ein völlig anderes Aussehen gegeben haben, da waren Sidebar-Monster und andere Universal-Genies (Webseite nicht mehr verfügbar) dabei, die eine Fülle von Funktionen enthielten, die einem alle möglichen Erleichterungen versprochen haben. Sofern diese Riesen-Erweiterungen zufriedenstellend funktioniert haben, konnte ich durchaus eine Weile mit ihnen leben. Aber mit mit der Zeit kommt letztendlich die Erkenntnis, dass man doch lieber einen kompakten Browser hätte, mit dem man sich optimal auf den eigentlichen Verwendungszweck – das Betrachten (und Entwickeln) von Webseiten – konzentrieren kann. Dafür braucht man keine hundert Funktionen, sondern nur ein paar Erleichterungen.

Um dir das Durchprobieren der Vielfalt an Erweiterungen und die teilweise zeitraubende Konfigurationsarbeit zu ersparen, habe ich hier meine Programmeinstellungen sowie ein paar weitere Modifikationen bereitgestellt und eine Liste der meiner Meinung nach nützlichsten Firefox-Erweiterungen zusammengetragen. Wann immer ich Zeit habe und daran denke prüfe ich die Erweiterungen auf neue Versionen und aktualisiere diese Übersicht.

Bilder

Screenshot So sieht meine etwas stärker angepasste Firefox-Version 3.0 aus. Durch die vielen ausgeblendeten Menüs und nur die nötigsten Schaltflächen passen problemlos alle Steuerelemente in eine Zeile. Die erweiterten Listen (z.B. der Zurück-Funktion) sind weiterhin per Rechtsklick verfügbar. (Firefox 3.5 sieht fast genauso aus, deshalb gibt’s kein neues Foto.)

Schnellstart

Mit diesen Schritten wird die empfohlene Umgebung schnell und unkompliziert installiert.

Es ist ratsam, das ggf. existierende Firefox-Profil zu sichern und ein neues Profil zu verwenden.

  1. Installiere den Firefox-Browser (Version 3.5) und übertrage ggf. vorherige Daten wie Lesezeichen oder gespeicherte Kennwörter.
  2. Speichere die Datei [o] firefox-config.zip auf deiner Festplatte und öffne sie von dort aus.
  3. Schließe alle Fenster des Firefox-Browsers.
  4. Kopiere die Dateien aus dem Archiv in deinen Firefox-Profilordner, vorhandene Dateien können überschrieben werden. (Der Link erklärt, wie man den Ordner findet.)
  5. Starte den Firefox-Browser wieder und kehre auf diese Seite zurück.
  6. Jetzt solltest du die Datei user.js wieder aus dem Profilordner löschen.
  7. [o] Installiere alle empfohlenen Erweiterungen – Nur einmal klicken; es dauert einige Sekunden, bis das Installationsfenster erscheint! (Die optionalen Erweiterungen kannst du später nachträglich installieren.)
  8. Wenn die Erweiterungen heruntergeladen wurden, starte den Firefox-Browser wie angeboten neu.
  9. Die jetzt noch sichtbare Web-Developer-Symbolleiste kannst du über das Menü Ansicht, Symbolleisten, Web Developer Werkzeugleiste ein- und ausblenden.
  10. Die Plugins müssen anschließend manuell heruntergeladen und installiert werden, sofern gewünscht.
  11. Die Suchkürzel müssen anschließend manuell angelegt werden, sofern gewünscht.
  12. Die Tipps zur Verwendung erklären dir, wie man den Browser mit diesen Einstellungen optimal verwenden kann.

Empfohlene Konfiguration

Im Folgenden findet sich eine Übersicht der einzelnen Dateien, die über die Erweiterungen hinaus spezielle Modifikationen vornehmen.

Eine genauere Beschreibung der Dateien in einem Firefox-Profil befindet sich in der mozillaZine Knowledge Base.

userChrome.css

  • Rahmen um die Symbolleisten entfernt
  • Drop-Down-Pfeile an diversen Toolbuttons entfernt (ein Rechtsklick funktioniert weiterhin)
  • Rahmen um Toolbuttons entfernt (nur Windows-Classic-Design)
  • Kontextmenü auf den Symbolleisten entfernt (sichtbare Symbolleisten werden im „Ansicht“-Menü ausgewählt)
  • Menüs „Chronik“ und „Lesezeichen“ entfernt (die Funktionen sind an anderer Stelle zu finden)
  • Menü „Bearbeiten“ entfernt (die Funktionen befinden sich im Kontextmenü von Eingabefeldern)
  • Mehrere Menübefehle entfernt (die meiner Meinung nach nicht verwendet werden)
  • Färbung der Adresszeile je nach SSL-Verschlüsselung grün oder rot, statt gelb (also wie im Internet Explorer 7)
  • Sidebar-Header hat flaches Aussehen, unnötige Rahmen in der Sidebar entfernt
  • Statuszeile hat flaches Aussehen
  • Fortschrittbalken in der Statuszeile hat flaches Aussehen
  • Schriftstil in der Popup-Liste der Adresszeile lesbarer gemacht (keine Unterstreichung mehr)

localstore.rdf

Die Datei localstore.rdf enthält Daten über Fensterpositionen, Schaltflächen in der Symbolleiste und weitere Konfigurationsdaten über die Programmoberfläche. Diese Datei stellt die im oben gezeigten Screenshot dargestellte Symbolleiste ein. Wird diese Datei gelöscht, sieht das Programmfenster aus wie nach einer neuen Firefox-Installation.

mousegestures.js

Die Datei mousegestures.js enthält die Mausgesten-Konfiguration für die entsprechende Erweiterung. Da es umständlich ist, zuerst alle voreingestellten Mausgesten einzeln zu deaktivieren, um dann die gewünschten einzutragen, habe ich diese Datei vorbereitet und auf ein Minimum reduziert.

Eine kleine Auswahl an praktischen Mausgesten zur Installation ist in einem anderen Artikel verfügbar.

user.js

Die Datei user.js passt einige Programmoptionen und die Konfiguration mancher Erweiterungen an. Sie enthält im Wesentlichen folgende Einstellungen:

  • Suche bereits beim Eintippen starten
  • Anpassungen für die Erweiterung „Download Manager Tweak“
  • Leere Seite als Startseite
  • Zuletzt geöffnete Seiten beim Browserstart laden (Session wiederherstellen)
  • Tab-Leiste immer anzeigen
  • Aus Links geöffnete Tabs nach dem Öffnen aktivieren
  • Anpassungen für die Erweiterung „LastTab“: Tabs sofort wechseln und keine Liste anzeigen
  • Anpassungen für die Erweiterung „Undo Closed Tabs Button“: Kontextmenü-Eintrag entfernen
  • Anpassungen für die Erweiterung „Rewind/Fastforward Buttons“: Erstkonfiguration wurde durchgeführt; automatische (Fehl-)Interpretationen deaktiviert
  • Änderung der Standardschriftart auf Segoe UI (diese Schriftart ist Teil von Windows Vista und besonders für gute Bildschirmlesbarkeit ausgelegt – ClearType sollte unbedingt aktiviert sein)
  • Sanften Bildlauf aktivieren
  • Rechtschreibprüfung deaktiviert
  • Klick mit der mittleren Maustaste auf ein Tab schließt dieses (nur für Linux relevant, ist in Windows bereits voreingestellt)
  • SSL-Warnungen deaktiviert (ohne weitere Eingriffe würden sie nach der Firefox-Installation sowieso nur einmal angezeigt)
  • Seiten-Access-Keys in Firefox 2.0 wiederhergestellt (Alt+Taste wie in früheren Versionen)
  • Anpassungen für die Erweiterung „Web Developer“: Menüeinträge deaktiviert (die Symbolleiste reicht)

Die Einstellungen in dieser Datei werden bei jedem Firefox-Start in die eigentliche Konfiguration übertragen. Deshalb sollte die Datei nach dem nächsten Firefox-Start wieder aus dem Profilordner entfernt werden, da ihre Einstellungen sonst bei jedem Firefox-Start eventuelle Änderungen zurücksetzen würden.

Eine Übersicht der meisten Konfigurationsoptionen zur Verwendung in user.js-Dateien oder mittels about:config ist auf deutsch und englisch verfügbar.

patterns.ini

Die Datei patterns.ini enthält die Filterregeln für die Adblock-Plus-Erweiterung. Mit ihr wird automatisch ein Abonnement aktiviert, das die Filterregeln aktuell hält. (Und nur weil man bei dem Wort auf die Idee kommen könnte: Die Nutzung ist völlig unverbindlich und kostenfrei.)

Installation

Um alle Einstellungen komfortabel vorzunehmen, habe ich alle relevanten Dateien in ein Archiv zusammengepackt, das direkt in den Firefox-Profilordner entpackt werden muss. Der Link verrät, wie man dieses Verzeichnis findet.

Während das Archiv entpackt wird, muss Firefox beendet sein. Dafür muss das Archiv auf der Festplatte gespeichert werden, bevor es geöffnet wird. Firefox würde es beim Beenden sonst bereits löschen. Außerdem solltest du alle zu ersetzenden Dateien natürlich zuerst in einen anderen Ordner sichern. Um die hier voreingestellten Optionen später wieder ändern zu können, muss die Datei user.js nach dem nächsten Firefox-Start wieder gelöscht werden.

[o] firefox-config.zip (ZIP-Datei, 19 kB)
[o] Alle einzelnen Dateien (Verzeichnis)

Wenn diese Konfigurationsdaten vor den Erweiterungen installiert werden, erscheinen einige Erstkonfigurationsfragen der Erweiterungen nicht, da diese bereits konfiguriert wurden.

Empfohlene Erweiterungen (Add-ons)

Durch Klicken auf das grüne Symbol vor jeder Zeile wird direkt die Installation der Erweiterung gestartet. Dafür muss die Domain dieser Seite in die Liste der zulässigen Webseiten zur Installation von Erweiterungen aufgenommen werden. Dazu kann die Schaltfläche in der oben erscheinenden Info-Leiste verwendet werden. Wenn alle Installationen von dieser Seite aus gestartet werden, ist dieser Vorgang nicht zusätzlich für alle anderen Seiten nötig.

Diese Erweiterungen sind so ausgewählt, dass sie optimal mit Firefox 3.5 funktionieren. Firefox 3.0 wird hier nicht mehr berücksichtigt.

Inst. Name und Homepage Version Beschreibung und Bewertung
[o] Adblock Plus Filtert Werbung aus Webseiten heraus, während man sie betrachtet. Die dafür verwendeten Filter kann man abonnieren oder auch selbst anlegen.
[o] Download Manager Tweak Hat hier hauptsächlich den Nutzen, dass der Download-Manager statt in seinem eigenen Fenster in einem Tab angezeigt werden kann, wie in Opera.
[o] Firebug Bietet sehr weitreichende Debug-Funktionen für Webseiten und Skripte an, die per Tastendruck als eine Art Sidebar eingeblendet werden können. Beinhaltet Fehlerkonsole, DOM-Inspector, JavaScript-Debugger, Netzwerkanalyse der geladenen Seite und vieles mehr.
[o] LastTab Passt die ‹Strg›+‹Tab›-Reihenfolge der Tabs der ‹Alt›+‹Tab›-Reihenfolge der Fenster an, sodass die zuletzt aktiven Tabs zuerst wieder aktiviert werden, anstelle nach der Position in der Tab-Leiste.
[o] Last Tab Close Button Fügt dem letzten (einzigen) Tab wieder den Schließen-Button hinzu, der seit Firefox 3.5 vergessen wurde. Dadurch kann man auch das letzte Tab schließen, ohne das Fenster (oder den ganzen Browser) zu beenden. Simpel aber nützlich.
[o] Locationbar² Hebt die Hauptdomain in der Adresszeile hervor und ermöglicht es, durch einfaches Klicken in übergeordnete Verzeichnisse zu wechseln. Die Hervorhebung der Domain erschwert zusätzlich Phishing-Angriffe, bei denen die tatsächliche URL verschleiert wird.
[o] Mouse Gestures Redox (status bar patch) 2.1.4.1 Bietet Mausgesten an, um schneller durch Webseiten zu navigieren. Das ist nur bei Verwendung einer Maus richtig nützlich, da die rechte Maustaste während einer Mausbewegung gedrückt werden muss. Bei Touchpads oder Trackpoints hält sich der Nutzen dagegen in Grenzen.
Hinweis: Die aktuelle Version 2.x enthält eine möglicherweise zu aufdringliche Statusanzeige, die aber deaktiviert werden kann. Ich habe die Erweiterung so angepasst, dass sie die aktuelle Mausgeste wie bisher in der Statuszeile des Browsers anzeigt. Weitere Informationen gibt es auf der angegebenen Seite.
[o] NoUn Buttons Trennt Vor- und Zurück-Buttons von Firefox 3. So kann das Aussehen von älteren Firefox-Versionen wiederhergestellt werden.
[o] SmartSearch Erweitert den Suchen-Befehl im Kontextmenü einer Webseite um alle Schnellsuchen, die in den Lesezeichen gespeichert sind. Kann außerdem nach dem angeklickten Wort suchen, ohne dass es markiert sein muss. So lassen sich einzelne Wörter oder Begriffe schnell in verschiedenen Suchmaschinen oder Informationssystemen wie Google, Google Maps (für Adressen), Wikipedia, Wörterbücher etc. suchen.
[o] Smart Stop/Reload Button Zeigt immer nur entweder den „Stop“- oder den „Neu laden“-Button in der Symbolleiste an, da zu einer Zeit sowieso nur eine der beiden Funktionen sinnvoll ist. Außerdem wird erst nach einer kurzen Verzögerung von „Stop“ auf „Neu laden“ umgeschaltet, um versehentliches Neuladen zu vermeiden, wenn die Seite gerade fertiggeladen wurde. Spart den Platz einer Schaltfläche ein. Dafür sollten die beiden Buttons im „Anpassen“-Modus direkt nebeneinander gesetzt werden. Wie in Opera und im Safari-Browser.
[o] SubmitToTab Erlaubt es, Formulare genauso durch Drücken der mittleren Maustaste in einem neuen Tab zu öffnen, wie Hyperlinks. Braucht man nur selten, kann dann aber nützlich sein. Vervollständigt nur die Benutzerführung in Bezug auf Tabs.
[o] Undo Closed Tabs Button Stellt eine Schaltfläche bereit, die das zuletzt geschlossene Tab und über ein Menü auch früher geschlossene Tabs wiederherstellt. Das ist nur eine Abkürzung für das Untermenü unter „Chronik“.
[o] Web Developer Bietet in einer eigenen Toolbar sehr viele Diagnosefunktionen zum Entwickeln von Webseiten und zur Fehleranalyse an. Das Standardwerkzeug für jeden Web-Entwickler!
Hinweis: Für kleine Bildschirme sollte die englische Version installiert werden, da die Menüs in der deutschen Übersetzung mehr Platz einnehmen. 1024 Pixel Breite reichen gerade noch aus.

Optionale Erweiterungen

[o] FoxyProxy 2.13 Ermöglicht eine komfortable Verwaltung von Proxy-Servern, die bequem aus der Statuszeile ausgewählt oder komplett deaktiviert werden können. Der Proxy kann auch automatisch für bestimmte Adressen ausgewählt werden. Das ist nur dann nützlich, wenn man mehrere Internetzugänge verwendet und einzelne Seitenzugriffe über eine anonyme oder besonders gesicherte Leitung abrufen will. Auch auf Notebooks mit wechselnden Netzwerkumgebungen kann diese Funktion nützlich sein.
Achtung: Dieses Add-on lässt sich seit einiger Zeit nicht mehr installieren. Daher kann ich es leider nicht mehr empfehlen. Viel Erfolg, wenn du es trotzdem benötigst. Ich kenne keine Alternative.
[o] Greasemonkey Erlaubt es, beliebige Webseiten durch eigene JavaScript-Dateien zu verändern, während sie angezeigt werden. Dadurch können z.B. das Aussehen oder bestimmte Funktionen einer Seite angepasst werden. Erfordert Programmierkenntnisse in JavaScript und DOM. Es sind aber auch schon viele ‚Userscripts‘ verfügbar.
[o] IE Tab Ermöglicht es, einzelne Webseiten bei Bedarf oder automatisch statt mit Mozilla mit dem Internet Explorer anzuzeigen, beides innerhalb eines Firefox-Tabs. Man sieht Firefox, aber nutzt eigentlich den Internet Explorer. Das geht natürlich nur unter Windows.
[o] IEView Bietet einen Menübefehl an, um schnell die gerade angezeigte Seite oder einen Link im Internet Explorer zu öffnen. Das erspart nur das Kopieren und Übertragen sowie das manuelle Starten des IE. OperaView macht das gleiche mit Opera.
[o] Live HTTP Headers Zeigt die HTTP-Header einer Seite an oder schreibt alle übertragenen Header mit. Praktisch, um Fehler in Web-Anwendungen oder im Server zu suchen. Modify Headers erlaubt darüber hinaus das Verändern der Request-Header.
[o] Reuse Home Page 1.4.2 Lädt Links von externen Anwendungen oder aus Lesezeichen zuerst im leeren Tab, das nach dem Starten des Browsers und nach dem Schließen des letzten Tabs gibt, und vermeidet so, dass leere Tabs ‚herumliegen‘.
Achtung: Auch leere Tabs, die gerade eine Seite laden, werden als „leer“ betrachtet, sodass nicht mehrere Seiten gleichzeitig in neue Tabs geladen werden können, z.B. ganze Lesezeichen-Ordner.
Diese Erweiterung ist nicht für Firefox 3.5 verfügbar.
[o] Rewind/Fastforward Buttons 2.1+ Bietet hauptsächlich eine Schaltfläche an, mit dem man direkt zur zuletzt besuchten Domain wechseln kann, was mehrere Zurück-Schritte zusammenfasst. Auch über eine Mausgeste verfügbar.
Achtung: Diese Erweiterung verhindert möglicherweise die korrekte Funktion von LastTab und anderen browser-eigenen Tabfunktionen auf manchen Webseiten (z.B. www.php.net). Außerdem verändert sie auf vielen Seiten die Schriftgröße in Tabellen. Daher habe ich sie bis auf weiteres deaktiviert. Dieser Installations-Link zeigt nicht unbedingt auf die neueste Version.
[o] Stop-or-Reload Button 0.2.2 Zeigt immer nur entweder den „Stop“- oder den „Neu laden“-Button in der Symbolleiste an, da zu einer Zeit sowieso nur eine der beiden Funktionen sinnvoll ist. Spart den Platz einer Schaltfläche ein. Dafür sollten die beiden Buttons im „Anpassen“-Modus direkt nebeneinander gesetzt werden. Wie in Opera und im Safari-Browser.
Hinweis: Diese Erweiterung ist der oben genannten „Smart Stop/Reload Button“ sehr ähnlich, bietet aber keine Verzögerung der Umschaltung. Bitte nicht beide Erweiterungen gleichzeitig installieren!
[o] TargetKiller 0.5.1 Entfernt Angaben zum Ziel-Frame von Hyperlinks, die ein neues Tab oder Fenster öffnen würden. So werden auch z.B. externe Links aus Web-Foren im selben Tab geöffnet.
Achtung: Auf manchen Webseiten ist es erforderlich, einen Link manuell in einem neuen Tab zu öffnen, da er sonst sein kleines Frame nicht verlässt. Das tritt aber nur selten auf.
[o] User Agent Switcher Lässt den Browser sich gegenüber Web-Servern als ein anderer Browser ausgeben, um eventuell defekte Browser-Weichen zu überwinden oder sie zu testen.

Ich möchte auch kurz erwähnen, warum ich manche Erweiterung, die ich früher im Einsatz hatte, nicht mehr verwende.

  • AIOS (All In One Sidebar) bietet eine vertikale Symbolleiste am Fensterrand, mit der man diverse Ansichten in der Sidebar öffnen kann. Das sind z.B. Lesezeichen, Chronik, Downloads, Erweiterungen oder eigene Seiten. Davon habe ich oft nur die Lesezeichen verwendet, was Firefox auch alleine könnte. Die Chronik verwende ich nur selten, aber auch das geht ja ohne die Erweiterung. Für Downloads ist in einem so schmalen Fenster eigentlich kein Platz, die hab ich lieber in einem eigenen Tab (siehe Download Manager Tweak oben). Die Erweiterungen und erst recht die anderen Ansichten verwende ich so selten, dass ich sie nicht im ständigen Zugriff benötige. Den Platz für diese Symbolleiste und die damit verbundenen Ressourcen kann ich mir also sparen. Und die Buttons für „Neues Tab“ und „Tab wiederherstellen“, die ich in den frei belegbaren Symbolleisten in der Tab-Leiste untergebracht hatte, machen sich neben der Adresszeile doch auch ganz gut.
  • Cookie button in the statusbar dient dem Zweck, Cookies nur für bestimmte Domains zu akzeptieren. Allerdings ist es schwer, herauszufinden, ob eine Seite nicht korrekt funktioniert, ob es daran liegt und ob es mit Cookies gehen würde. Fazit: Nervt mehr als es hilft.
  • NoScript geht in die gleiche Richtung, nur dass es die Ausführung aktiver Inhalte wie JavaScript oder Flash deaktivert. Auch hier funktionieren sehr viele Webseiten nicht mehr korrekt und man muss die Funktion wieder aktivieren. So groß ist die Gefahr, die von JavaScript ausgeht, nun wirklich nicht, dass sich dieser Aufwand lohnen würde.
  • Viamatic foXpose ist prinzipiell eine nette Idee: Es zeigt auf Knopfdruck eine Übersichtstabelle aller offenen Tabs mit einer verkleinerten Vorschau der Webseite an. Ich habe mich aber nie dabei bemerkt, diese Funktion einmal verwendet zu haben. Auch das Exposé von Mac OS X habe ich nur ganz wenig genutzt. Ist wohl einfach nichts für mich. Übrigens, der IE7 hat diese Funktion bereits integriert.

Empfohlene Plugins

Ein paar weitere Funktionen werden nicht durch Erweiterungen (Add-ons) bereitgestellt sondern erfordern Plugins.

Name und Homepage Beschreibung und Bewertung
Adobe Flash Player Flash ist das Quasi-Standard-Format für Vektorgrafiken, Animationen, Multimedia und interaktive Inhalte auf Webseiten.
Windows Media Player Plugin Windows Media Player ist auf den meisten Windows-Systemen vorinstalliert und wird von einigen Webseiten zur Wiedergabe von Musik oder Videos verwendet. Leider funktioniert das im Firefox-Browser oft nicht, weshalb dieses Plugin nachinstalliert werden muss.
Dieses Plugin scheint bei Firefox 3.0 bereits mitgeliefert zu werden.

Der Firefox-Browser hat eine bislang wenig bekannte Funktion, mit der man schnell wiederkehrende Suchabfragen nutzen kann. Anstatt zuerst auf www.google.de zu gehen und dort auf der Seite einen Suchbegriff einzugeben, kann man die Google-Suche direkt in der Adresszeile starten. Dazu gibt man das Schlüsselwort „google“ gefolgt vom gewünschten Suchbegriff ein. Im Opera-Browser ist diese Funktion ebenfalls integriert, nur heißt das Schlüsselwort dort schlicht „g“.

Wir haben aber die faszinierende Möglichkeit, eigene Suchfunktionen mit selbst vergebenen Schlüsselwörtern zu definieren. Eine ausführlichere Anleitung dazu liefert das Mozilla Developer Center. Kurz gefasst legt man dafür ein Lesezeichen auf die Suchseite im Ordner „Quick Searches“ ab und trägt im Feld „Schlüsselwort“ das gewünschte Kürzel ein. Der Suchbegriff ersetzt bei der Eingabe in der Adresszeile dann das „%s“ in der URL des Lesezeichens. Ich möchte hier interessante und nützliche Suchkürzel vorstellen.

Name Schlüsselwort Adresse
Dictionary.com (vorinstalliert) dict http://dictionary.reference.com/search?q=%s
Geizhals geizhals http://geizhals.at/deutschland/?fs=%s
Google Websuche g, google http://www.google.de/search?q=%s
Google Maps map http://maps.google.de/?q=%s
LEO-Wörterbuch deutsch-englisch tr http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&spellToler=on&search=%s
LEO-Wörterbuch deutsch-französisch trf http://dict.leo.org/frde?lp=ende&lang=de&spellToler=on&search=%s
Urban Dictionary urban http://www.urbandictionary.com/define.php?term=%s
Wikipedia w, wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Suche?go=Artikel&search=%s
Wikipedia englisch we http://en.wikipedia.org/wiki/Special:Search?search=%s

Will man in Zukunft wissen, wo ein Ort liegt, gibt man in der Adresszeile einfach „map irgendwo“ ein und schon bekommt man eine interaktive Karte der Umgebung. Möchte man sich über einen Fachbegriff informieren, gibt man „w irgendwas“ ein und man erhält den Wikipedia-Artikel. Und schnelle Übersetzungen bekommt man dann mit „tr wort“.

(Manche der Suchlesezeichen habe ich mehr deshalb angelegt, um sie im Kontextmenü von SmartSearch (siehe Erweiterungen oben) auswählen zu können.)

Tipps zur Verwendung

Da die hier vorgeschlagene Konfiguration teilweise größere Änderungen am gewohnten Bild des Browsers vornimmt, möchte ich zum Schluss noch ein paar Hinweise geben, wie ich mir die Bedienung des Browsers vorstelle.

Zuerst fällt auf, dass einige der Menüs, und in den verbleibenden Menüs ein paar Befehle fehlen. Das hat v.a. den Zweck, dass man nicht in einer Vielfalt von Funktionen suchen muss, von denen man die meisten gar nicht verwenden möchte. Dazu gehört z.B. das Öffnen eines neuen Fensters oder das wiederholte Importieren von Internet-Explorer-Einstellungen. Auch braucht es denke ich keinen Menübefehl, um den Textcursor in das Adressfeld zu setzen – wir haben alle eine Maus mit Tasten drauf und können zudem ‹Strg›+‹L› drücken. Hier verrate ich also, wo die ganzen Menübefehle hin sind:

  • Datei, Neues Fenster: Ersatzlos gestrichen. (Tastenkombination: ‹Strg›+‹N›)
  • Datei, Link senden: Ersatzlos gestrichen.
  • Datei, Importieren: Ersatzlos gestrichen. Sowas macht man höchstens einmal, gleich aus dem Installationsassistenten heraus.
  • Bearbeiten: Die Befehle zum Bearbeiten umfassen den Zugang zur Zwischenablage sowie die Suchfunktion. Erstere sind neben den bekannten Tastenkombinationen auch aus den Kontextmenüs (rechte Maustaste) verfügbar und dürften dort ohnehin eher verwendet werden. Die Suchfunktion ist nach wie vor entweder mit ‹Strg›+‹F› erreichbar, oder kann durch ‚einfach Drauflostippen‘ in der Seite aktiviert werden.
  • Ansicht, Sidebar, Downloads: Dieser Befehl wird vom Download Manager Tweak hinzugefügt. In einem Tab ist die Download-Liste aber viel besser aufgehoben als in einer engen Sidebar.
  • Ansicht, Stopp / Neu laden: Dafür gibt es bereits Schaltflächen in der Symbolleiste.
  • Chronik: Die Zurück- und Rewind-Schaltflächen sowie deren Kontextmenüs tun es doch auch und die Liste der geschlossenen Tabs erhält man durch den Undo Closed Tabs Button und dessen Kontextmenü.
  • Lesezeichen: Die Verwaltung der Lesezeichen ist auch in einer Sidebar möglich. Dort kann man Ordner öffnen, daraus mehrere Lesezeichen in eigene Tabs öffnen und auch Lesezeichen bearbeiten und verschieben. Das Anlegen eines Lesezeichens erfolgt ganz intuitiv durch das Ziehen der Adresse (bzw. des Symbols davor) aus der Adresszeile an die gewünschte Stelle in den Lesezeichen. Auf die gleiche Weise kann man Adressen (Web-Verknüpfungen) oder Lesezeichen auch in andere Ordner auf dem Computer kopieren. Die Lesezeichen-Sidebar wird durch die erste Schaltfläche in der Symbolleiste ein- und ausgeblendet (siehe Screenshot oben).
  • Extras, Web-Suche: Statt ein eigenes Fenster zur Suche zu öffnen, kann man auch gleich den Suchbegriff in die Adresszeile eintippen. Um alle Suchergebnisse zu sehen, schreibt man das Schlüsselwort der gewünschten Suchmaschine vorndran. In den meisten Fällen wird das Google („google“) oder Wikipedia („wikipedia“) sein. Das sieht dann z.B. so aus: google Aktuelles Wetter für Nürnberg
  • Kontextmenü, Link in neuem Fenster öffnen: Durch die Betonung der Tabs anstelle der Fenster ist dieser Menübefehl etwas im Weg. Links können weiterhin durch Drücken der ‹Umschalt›-Taste während dem Klicken darauf in einem neuen Fenster geöffnet werden, wie bereits vom Internet Explorer bekannt.
  • Kontextmenü, Neu laden/Stopp: Noch nie verwendet, und es gibt Schaltflächen dafür.
  • Kontextmenü, Lesezeichen für diesen Link: Einfach den Link in die Lesezeichen-Sidebar ziehen.
  • Kontextmenü, Link senden: Bisher noch nie verwendet. Und einen Link zu kopieren und im Mail-Programm (oder sonstwo) einzufügen ist auch nicht so schwer.
  • Kontextmenü, Bild senden: Ebenfalls noch nie verwendet.
  • Kontextmenü, Bild als Desktop-Hintergrund wählen: Wie oft hab ich da draufgeklickt und musste danach erstmal mein Hintergrundbild wieder einstellen... Weg damit.
  • Kontextmenü, Bild blockieren: Wie soll das funktionieren? Die Werbung wird ja bereits durch die Datei userContent.css weitestgehend ausgefiltert.
  • Kontextmenü: Link senden: (siehe oben)
  • Kontextmenü, Lesezeichen für diese Seite: (siehe Lesezeichen-Menü)
  • Kontextmenü: Seite speichern: Geht auch im Datei-Menü, und find ich dort irgendwie passender.
  • Allgemeines Kontextmenü der Symbolleiste: Alle Befehle sind auch unter Ansicht, Symbolleisten erreichbar und so ist es schwieriger, etwas zu verstellen. ;)

Generell bevorzuge ich auch Tabs gegenüber Fenstern zur parallelen Darstellung mehrerer Fenster. Das mag auf den ersten Blick etwas unsystematisch aussehen, aber wenn man Microsoft Office einmal nicht folgt, wird in der Windows-Taskleiste eben genau das angezeigt: Tasks, also Programme. Nicht die geöffneten Dokumente, die findet man dann innerhalb des Programms. Auf diese Weise hat man sie auch gleich beisammen und kann schneller zwischen ihnen wechseln. Durch meine erweiterte „Zurück&Schließen“-Mausgeste werden sie auch in die Chronik einbezogen und ein Klick schließt ein Tab schneller als zusätzlich ein weiterer in einem Menü. Auch freut man sich bei vielen geöffneten Programmen über den eigenen Platz in der Tab-Leiste. Daher habe ich in der Programmoberfläche auch die meisten Optionen ausgeblendet, mit denen man üblicherweise neue Fenster verwenden würde. Deren Verwendung ist aber mit den beschriebenen Tastaturkürzeln weiterhin möglich, sollte das im Einzelfall sinnvoll sein.

Lesezeichen sind nach einer Weile der Nutzung oft in einer mehr oder weniger übersichtlichen Ordnerstruktur abgelegt. Lesezeichen innerhalb eines Ordners, gerade die des täglichen Bedarfs, verwendet man sicherlich auch gerne mal kurz hintereinander. Da hat die Anzeige in der Sidebar den Vorteil, dass in ihr Ordner geöffnet bleiben, sodass man schnelleren Zugriff auf die Lesezeichen hat, als wenn man jedes Mal ein Untermenü suchen und aufklappen müsste. Auch das Hinzufügen und Umordnen der Lesezeichen geht in der Sidebar direkt, aus dem Menü müsste man dafür zuerst einen separaten Lesezeichen-Manager öffnen. Des Weiteren bietet die Sidebar natürlich die praktische Schnellsuche im Textfeld oben, mit der man auch unter vielen Lesezeichen noch das richtige findet. Da ich mit dem Platz in der obersten Zeile des Fensters sparsam umgehen wollte und mir ein Weg, die Lesezeichen zu erreichen, reicht, habe ich das Lesezeichen-Menü komplett ausgeblendet. In Zeiten von Breitformat-Bildschirmen (oder zumindest größeren Bildschirmen) sollte die Sidebar in einem etwas breiteren Browserfenster auch ihren Platz finden.

In diesem Abschnitt befinden sich Links zu weiteren Webseiten, die sich mit Firefox-Erweiterungen und -Anpassung befassen.

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